Ein neues Wohnprojekt in Duisburg. Mutige Mitstreiter gesucht.

Hausgemeinschafft Hochfeld


Leitbild

Dieses Leitbild ist die Basis für das Wohnprojekt „Hausgemeinschafft Hochfeld“. Die Initiatoren Martin Küpperbusch und Anne und Torsten Jansen haben Eckpfeiler gesetzt, deren Zwischenraum mit Leben gefüllt werden muss. Das Leitbild dient allen Interessenten zur Information. Dieses Leitbild gilt als gesetzt, bis die Gruppe der ernsthaft mitarbeitenden Interessenten und künftigen Bewohner es im Konsens ändert.

Im folgenden Text wird zu Gunsten der leichteren Lesbarkeit und zum schnelleren Verständnis meist der im Deutschen übliche neutrale (männliche) Begriff verwendet. Natürlich gilt alles ebenso für die weibliche Version.

Viersen, den 6. November 2011
(aktualisiert am 2.Juni 2013)

Gemeinschaftliches Wohnen – mehr als nachbarschaftliches Wohnen

Das Wohnprojekt ist mehr als Wohnen in netter Nachbarschaft. Es geht hinaus über das man kennt sich, man hilft sich. Das „Hausgemeinschafft“ enthält den bewussten Hinweis auf das gemeinsame Schaffen. Im Wohnen wird sich vieles auf freiwilliger Basis entwickeln. Aber es wird vieles geben, das verpflichtend übernommen werden muss. Wer sich für das Wohnprojekt „Hausgemeinschafft Hochfeld“ entscheidet, entscheidet sich von Anfang an für viel Mitbestimmung und Mitarbeit.

Solidarisches Miteinander

  • Positiver Konsens. Alle Entscheidungen werden im Konsens-Verfahren getroffen. Das dient dem langfristig guten Miteinander.
  • Gemeinschaftsräume (Platz für alle). Die Gemeinschafts-Räume sind essentieller Bestandteil des Wohnprojektes. Sie sind als Teil der eigenen Wohnung zu sehen. Beispiel: Man bewohnt eine 50-Quadratmeter-Wohnung und hat keinen großen Esstisch. Die Freunde kommen zum Abendessen. Man setzt sich im Gemeinschafts-Raum zusammen.
    Gleichzeitig werden die Gemeinschafts-Räume genutzt um das Miteinander der Bewohner zu fördern. Eventuell werden Teile auch dem Stadtteil gegenüber geöffnet (wird sich zeigen).
    Welche Gemeinschafts-Räume es geben wird und wie diese genutzt werden, hängt von den Finanzen und den baulichen Gegebenheiten ab. Gesetzt sind ein großer Raum, in dem alle Platz finden mit Küchenzeile und ein Waschraum (möglichst mit Regenwasser-Nutzung) für Waschmaschinen.
  • Gebäudeverwaltung in Eigenregie. Die Pflege und der Erhalt werden – soweit möglich – von den Bewohnern übernommen. Das kann sein die Wartung der Heizung, die Installation von PCs, die Gartengestaltung und -pflege. Persönliche Neigungen werden berücksichtigt. Hier muss sich jeder im Klaren sein, dass diese Aufgaben zu den Pflichten gehören.
  • Freiwillig und verpflichtend. Es gibt freiwillige Veranstaltungen (gemeinsame Aktivitäten wie Kino-Abend im Gemeinschafts-Raum) und Pflichtveranstaltungen (Arbeiten an Haus und Grund, Bewohner-Rat).

Das Haus

Im Wohnprojekt werden einzelne Wohnungen unterschiedlichen Zuschnitts und Größe geschaffen. Passend zu den Bedürfnissen der Bewohner. Es sollen 12 bis 15 Wohneinheiten (40 bis 100 qm) entstehen, plus Gemeinschaftsräume.

Vorzugsweise werden leer stehende Gebäude gesucht, die umgebaut und eventuell erweitert werden können. Erst danach wird nach Grundstücken für einen Neubau gesucht. Das Wohnprojekt soll zentral liegen (Bezirk Duisburg-Mitte), möglichst in Hochfeld.

Die Wohnungen sollen weitgehend barrierefrei sein. Ob und wie dies umsetzbar ist, wird konkreter besprochen, wenn passende Häuser gefunden wurden.

Eine gemischte Altersstruktur wird angestrebt: junge Familien, junge und alte Singles, Alleinerziehende, alte Paare und …

Die Energie-Effizienz wird wichtig sein, allein um die Nebenkosten gering zu halten. Eine rein ökologische Bauweise wird nicht angestrebt, weil diese oft extrem teuer ist. Moderne Methoden werden im Rahmen einer ordentlichen Kosten-Nutzen-Rechnung sicherlich einfließen.

Syndikats-Modell

Das Wohnprojekt soll als Modell und mit Unterstützung des Mietshäuser-Syndikats umgesetzt werden. Damit wird das solidarische Miteinander unterstrichen, langfristig bezahlbarer Wohnraum geschaffen und die Gemeinschaftsräume finanziert. Außerdem wird der Wohnraum dauerhaft der Spekulation entzogen. Mehr Infos auf der Seite des Mietshäuser-Sydikats.

Verein

Mit Hilfe des Vereins werden die Aktivitäten der „Hausgemeinschafft Hochfeld“ gebündelt, vorangetrieben und umgesetzt. Künftige Bewohner müssen Vereinsmitglied werden.

Aktiv werden im und für den Stadtteil

Die Hausgemeinschafft versteht sich nicht als geschlossene Veranstaltung. Vielmehr bringt sie sich aktiv in die Arbeit für den Stadtteil ein. Damit steigt die Lebensqualität für alle. Die Hausgemeinschafft sucht die Kooperation mit bestehenden Initiativen und ist bereit eigene zu gründen.

Sonstiges Wichtiges

Interessenten, die rassistische, menschenverachtende, neofaschistische oder sexistische Gedanken äußern, werden sofort ausgeschlossen. Das Haus soll möglichst vielen Menschen ein gutes Zuhause sein. Gegenseitige Toleranz und Respekt und der Wille zu einer ehrlichen und offenen Kommunikation sind die Voraussetzung für ein Mitmachen bei der „Hausgemeinschafft Hochfeld“.

 

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  • Projekt-Planungsgruppe

    Die Hausgemeinschaft Hochfeld hat eine Planungsgruppe gegründet. Die Mitgliedschaft berechtigt an den konkreten Planungsschritten teilzunehmen und mitzuentscheiden.

  • Der Verein

    Die Mitstreiter der Hausgemeinschafft Hochfeld haben einen gemeinnützigen Verein gegründet. Er bündelt die Aktivitäten rund um das Projekt und die Arbeit im Stadtteil. Der Verein betreibt zum Beispiel diese Internet-Präsenz.

    Neue Mitglieder sind herzlich willkommen.



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